Anfrage der SP Buchs zur Zukunft des Spittels

Aargauer Zeitung, 27.10.15

Das ehemalige Spittel, ein altes Bauernhaus neben dem Alterszentrum, bleibt ungenutzt. Der Gemeinde mangelt es an Bedarf und Geld

Von Hubert Keller

 

Die Fensterläden sind geschlossen, vor der Scheune stehen landwirtschaftliche Gerätschaften, das Haus ist ungenutzt, der Ökonomieteil des alten Bauernhauses vermietet. So soll es auch bleiben, wie Gemeindeammann Urs Affolter erklärt. Die Gemeinde, die im Besitz des ehemaligen Spittels in der Nachbarschaft des Alterszentrums Suhrhard ist, hat keinen Bedarf, die Kosten für eine Umnutzung sind viel zu hoch.

Im Jahr 2003 sind für eine allfällige Nutzung des Spittels Studien und Nutzungsideen erarbeitet worden. Man stellte sich vor, in der alten Liegenschaften könnten Wohnungen, Büros oder Räume für kulturelle Veranstaltungen geschaffen werden. Doch schon damals erwies sich, dass, so Affolter, mit «erheblichen Kosten» hätte gerechnet werden müssen. Der Gemeindeammann spricht von 2 Millionen Franken.

Ein Projekt der Ortsbürger für Alterswohnungen an diesem Ort wurde gemäss Affolter aus verschiedenen Gründen fallengelassen. «Da weder seitens der Gemeinde noch Dritter ein konkreter Bedarf für die Nutzung der Liegenschaft bestand und die Kosten mangels langfristiger Perspektive nicht verantwortet werden konnten, wurde entschieden, das Haus bis auf weiteres keiner neuen Nutzung zuzuführen», erklärte Urs Affolter an der Einwohnerratssitzung vom vergangenen Mittwoch. Und diese Situation sei heute unverändert.

«Das Dach ist dicht», meint Affolter gegenüber der az. Was heisst: Die Liegenschaft wurde baulich so gesichert, dass keine wachsenden Schäden entstehen können.

Nach der Zukunft des ehemaligen Spittels hatte sich Einwohnerrat Silvan Kaufmann (SP) erkundigt. Ihm versicherte Affolter, dass, auch wenn das Gebäude ungenutzt bleibt, der Gemeinde keine grösseren Unterhaltskosten entstehen. «Wir machen nur das Nötigste. Flickarbeiten werden je nach Bedarf ausgeführt.»

(az Aargauer Zeitung)

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