3. Café Cantonal von Regierungsrat Urs Hofmann in Buchs

Café Cantonal: Regierungsrat Urs Hofmann stellte sich im Gemeindesaal von Buchs den Fragen der zahlreichen Besucher. 

Das dritte Café Cantonal mit Urs Hofmann im Gemeindesaal von Buchs stand im Zeichen der nationalen Politik. Seine Bereitschaft, sich den Anliegen und Fragen der Aargauer Bürger im direkten Kontakt zu stellen, wird sehr geschätzt.

Das politische Beben, das durch den Fall noch nicht gebauter Minarette in der Schweiz ausgelöst wurde, prägte den Einstieg von Urs Hofmanns Rede am Samstagmorgen vor rund 150 Besuchern im Buchser Gemeindesaal. Kantonale Politik ist halt oft auch nationale Politik, denn aargauische Anliegen und Sorgen lassen sich nicht von den schweizerischen trennen.
Der Integrationsdebatte, der einige Politiker der SP mit Kopfschmerzsymptomen aus dem Weg gehen, nimmt sich der Regierungsrat, ohne zu zögern, an. Seine eingeforderte erste Verhaltensmassnahme ist klar: «Man muss die Probleme ansprechen können. Wenn die Diskussion unterdrückt wird, passiert nämlich gar nichts.»
Mittels eines historischen Rückblicks über mehrere Jahrhunderte hebt Hofmann die beispielhaften Integrationsleistungen der Schweiz hervor. Er verlangt mit Nachdruck, dass einer gescheiterten Integration, die in die Separation mündet, widerstanden werden muss, und hat dabei auch keine Mühe, konsequente Vereinbarungen mit Immigranten zu postulieren.
Hofmann der Glücksfall
In ähnlicher Manier pflückt sich der Regierungsrat, der am 1. April dieses Jahres sein Amt angetreten hat, 75 Minuten lang und bis auf einige wenige notierte Stichworte aus dem Stegreif die politischen Gegenstände der Reihe nach aus dem aargauischen Sorgenbarometer.
«Urs Hofmann ist ein grosser Glücksfall für die SP hier im Kanton. Es hätte nichts Besseres als seine Wahl in den Regierungsrat passieren können», sagt ein Besucher am Ende des dritten Café Cantonal, das Urs Hofmann aus Eigeninitiative heraus organisiert und in Abständen von ein paar Monaten in einer Aargauer Gemeinde präsentiert wird.
Hofmann ist ein überaus begabter Redner. Seine Rhetorik ist geschmeidig, elegant und stilvoll, bleibt aber dennoch stets volksnah. Sie verhält sich damit kongruent zu seiner Erscheinung und seinem Auftritt. Gut möglich, dass dies eine der entscheidenden Voraussetzungen für seine ihm in Buchs von vielen Seiten beschiedene Glaubwürdigkeit ist.
Der Vorsteher des Departements für Volkswirtschaft und Inneres verzichtet auf jegliche Art der Polemik und macht zumindest in Buchs keine Versprechungen, deren Umsetzung fragwürdig sein könnte. Vielmehr hält er sich an die Komplexität der möglichen Realisierung, indem er erklärt, worauf sich seine Tätigkeit als Regierungsrat bezieht und welchen Spielraum der Regierungsrat als Gremium überhaupt besitzt.
Die Tage sind länger
Nachdem das Publikum Hofmanns Rede aufmerksam mitverfolgt hat, bekommt es die Möglichkeit, sich mit direkten Fragen an den Regierungsrat zu wenden. Dabei erklärt dieser, dass er keine Sekunde zögern würde, um sich wieder für das Amt als Regierungsrat zur Verfügung zu stellen. «Die Tage sind zwar länger, aber meine jetzige politische Tätigkeit ist befriedigender als noch im Nationalrat.» Dort seien die politischen Prozesse wesentlich harziger vorangeschritten, erklärt der Regierungsrat.
Ebenso wie die Zuhörer schätzt auch Urs Hofmann den unmittelbaren Meinungsaustausch. «Für viele Bürger ist der Regierungsrat weit weg. Man getraut sich oft nicht, mit ihm in Kontakt zu treten. Diese Chance der Kontaktfindung bietet das Café Cantonal. Als Politiker muss man sich den Ansuchen aus der Bevölkerung stellen», sagt Hofmann, der dieses Engagement auch als politischen Auftrag wahrnimmt.
Ein Politiker zum Anfassen
Die Zustimmung, die der Regierungsrat aus Aarau in Buchs erhält, ist gross. Seine Glaubwürdigkeit macht dabei nur einen Teil seiner für die Zuhörer beeindruckenden Präsenz aus. Er sei ein Politiker zum Anfassen, der sich nicht auf Kosten anderer profiliere, offen und ehrlich, ein vernetzter Schnelldenker sondergleichen.
Man schielt nach der Veranstaltung während des Apéros bei Gebäck und Kuchen sogar schon auf die nächsten kantonalen Grossratswahlen und äussert die grosse Hoffnung, dass Urs Hofmann der SP wieder einigen Auftrieb verschaffen kann.
Hinweis: Das nächste Café Cantonal findet am 20. März in Unterkulm statt.

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